Trockenzeiten von Estrichen

 

Wer kennt das nicht. Der Fußbodenleger wird vom Architekten aufgefordert die Arbeiten aufzunehmen. Und damit beginnt der Streit, der Bauleiter meint   3 Wochen Trockenzeit sind ausreichend, der Fachverleger schüttelt den Kopf, unbeheizter Neubau 15 °C Temperatur, 80% Luftfeuchtigkeit und 3,8 CM % Estrichfeuchtigkeit.
Klare Aussage der DIN, nicht verlegereif! Vorwurf vom Architekt, immer nur Ihre Firma beanstandet solche super Werte. Na welch ein Praktiker kennt dieses Spiel nicht . Und der nächste Knall kommt dann, wenn das Reizwort Gewährleistung genannt wird. Und so schaukelt sich die Situation dann wieder hoch.

Jeder Streit könnte vermieden werden wenn folgende Regeln beachtet werden.  Diese Werte sind von der Fa. Armstrong DLW  Tel. 07142 / 71255 und von unabhängigen Instituten bestätigt worden.

 

Eine nach wie vor häufige Schadensursache und von  großer Bedeutung für die fach- und sachgerechte Verlegung von Bodenbelägen ist der Restfeuchtegehalt des Estrichs. Für die Trockenzeit gilt für alle Estricharten bis 40 mm Dicke folgende Faustformel:

Bei größeren Schichtdicken erhöht sich die Trockenzeit im Quadrat. Das heißt bei einem sechs Zentimeter dicken Estrich benötigen vier Zentimeter die o. g.  4 Wochen, bei den restlichen zwei Zentimeter erhöht sich aber die Trockenzeit im Quadrat ( 2 x 2 = 4 ), also um nochmals 4 Wochen.

Das alles gilt aber nur für Laborbedingungen bei einer Temperatur 23 ° C und einer relativen Luftfeuchte von 50 % !

In der Praxis hängt das Erreichen der Belegreife von der Zusammensetzung des Estrichs, seiner Dicke sowie den Trocknungsbedingungen auf der Baustelle ab.

Die wichtigsten Faktoren sind :

Bei sehr hoher, über 75 % liegender Luftfeuchte, trocknet der Estrich überhaupt nicht mehr bzw. sehr sehr langsam.
in der Praxis rechnet man also bei einem sechs Zentimeter dicken Estrich am besten gleich mit zehn bis zwölf Wochen Trockenzeit.

Grundsätzlich ist jedoch vor der Verlegung die Restfeuchte des Estrichs mit dem CM Gerät zu Prüfen.

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